So viele Pinselarten wie es gibt, so viele verschiedene Namen gibt es dafür. Trotzdem kann man ein paar grundlegende Einteilungen vornehmen.
Zuerst jedoch die Grundsatzfrage: Naturhaar oder Kunsthaar?
- Aus Naturhaar ist der klassische Pinsel, wie es ihn schon seit tausenden Jahren gibt. Uralte Höhlenmalereien wurden damit schon gemalt. Naturhaar nimmt sowohl Wasser als auch Farbe sehr gut auf, hält dies gut im Haar und gibt es gleichmäßig wieder ans Papier ab.
- Synthetische oder Kunsthaarpinsel gibt es erst seit ca. 50 Jahren.
Sie können weniger Farbe und Wasser aufnehmen als Naturhaarpinsel. Dafür sind sie robuster und oft exakter in der Anwendung.
Ich selbst habe beide Sorten, nutze aber lieber synthetische Pinsel.
Nun zu den Formen und wozu man diese gut gebrauchen kann.
- Der RUNDPINSEL
– beginnt am Schaft rund, endet aber meist in einer Spitze
– ist ein Multitalent
– ist der beliebteste Pinsel für Aquarellmalerei - Der FLACHPINSEL
– breit und flach und meist sehr kurz
– dadurch stabil
– sehr beliebt für Acrylmalerei - Der FÄCHERPINSEL
– sehr flach, sehr breit, wie ein Fächer geformt
– für Effekte
– zum Auslaufen lassen von Farbe - Der MOP oder VERWASCHPINSEL
– dick und rund
– kann sehr viel Wasser und Farbe aufnehmen
– damit bekommst du schnell große Flächen ausgemalt
– also auch gut geeignet zum Grundieren deiner Malfläche
Und alle Sorten gibt es natürlich noch in verschiedenen Größen.
Mein kleinster Rundpinsel hat die Größe 0,5, mein größter die Größe 16.
Am meisten benutze ich die Größe 6. Durch die feine Spitze kann man damit auch kleine Details und dünne Linien malen. Für sehr feine Details verwende ich aber auch gern die Größe 1. Für große Hintergründe nehme ich die Größe 16.
Im Prinzip bräuchte ich also nur 3 Pinsel. Rate, wie viele ich tatsächlich habe… :-))
Jetzt hast du einen kleinen Überblick über die verschiedenen Pinsel. Möchtest du auch noch mehr über die verschiedenen Arten von Aquarellfarben wissen, dann schau hier.
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